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Pressestimmen

Coproduktion von Kino, Gemeinde und Rex

Rock: Queen Kings spielen in der Riedhalle zu den Jubiläen und zum Kirchweihfest

BIBLIS. Hämmernde Bässe, singende Gitarren- und Basssaiten, prasselnde Drums und eine Stimme, die bei geschlossenen Augen wie die Auferstehung des Originals Freddie Mercury tönt: Die Queen Kings waren zu Gast in Biblis.
Drei Stunden Power nonstop bretterte von der Bühne, charmant von Leadsänger Mirko Bäumer in Entertainerqualität unterbrochen, der in die Menge rief: „Könnt ihr noch? Wollt ihr noch? Schreit! Singt mit!“
Die Antwort aus 700 Kehlen: „Aber immer!“ Textfeste Chöre schlugen ihm entgegen. Biblis rockte. Biblis war spitze. „Da fliegt dir das Blech weg!“ brüllte ein euphorischer Gast mitten im Schlagzeugsolo von Matthias Schmidt.
Die Soli pushten die Stimmung: Zu hören waren extrem ins Ohr gehende Basspassagen, langsam steigernd, gepaart mit der Show von Rolf Sander; Drazen Zalac „quälte“ die Gitarre zur Höchstform, zog, zupfte, schlug die Saiten, kitzelte das Letzte aus dem Instrument und den springenden und tanzenden Gästen heraus.
Als „Absacker“ ein ruhiges, schmusiges Lied: „Love of my Life“. Kurze Erholpause für das Trommelfell, dann explodiert die Stimmung, und die ersten Takte verraten: „It’s a kind of magic“ ist dran.
Allein die Feinheiten in Gestik und Mimik, die Frontmann Mirko Bäumer in den für Mercury typischen glitzernden, hautengen Outfits auf die Bretter bringt, überzeugten. Die Virtuosität, die vielstimmigen Vokalpassagen mit den markanten Höhen, die dank der Backgroundsängerin Susann de Bollier perfekt gelingen, vertieften die Hommage an die Band Queen. Ein Tanz zwischen bombastischen, klassischen Rockopernklängen (Bohemian Rhapsodie), Tunk (Another one bites the dust), Pop, Hard Rock und endlich als Zugabe: „We will rock you“ und „We are the Champions“.
Das Konzert in der Bibliser Riedhalle war eine Veranstaltung des kommunalen Kinos Filminsel zu dessen 25-jährigem Bestehen: Das Team des Inselvereins hatte die Band und einen großen Teil der Logistik in Zusammenarbeit mit der Gemeinde organisiert. Auch die Gemeinde feiert Jubiläum: Vor 1175 Jahren wurde Biblis erstmals urkundlich erwähnt. So war das Konzert auch ein Teil des Jubiläumsprogramms und des Kirchweihfestes. Weiterer Mitveranstalter war das Lorscher Musiktheater Rex.

19.09.2011 – echo online - sbi

http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/biblis/Coproduktion-von-Kino-Gemeinde-und-Rex;art1238,2176247

Insulaner landen Volltreffer

25-jähriges Bestehen: Filminsel Biblis feiert mit 700 Gästen in der Riedhalle

Biblis. Einen Riesenerfolg konnte die Filminsel Biblis - Kommunales Kino mit ihrer Idee, eine Top-Queen-Coverband in die Riedhalle zu holen, verbuchen. "The Queen Kings" sorgten gut drei Stunden für authentisches Queen-Feeling, nahe am Original dran und ausgestattet mit einem Backgroundchor von gut 700 Besuchern.
Zum 25. Jubiläum der Filminsel wagte sich das Vereinskino auf neue Wege und organisierte, mit Unterstützung des Musiktheaters Rex in Lorsch, den "Queen Kings"-Abend in der Riedhalle - und nicht im Kino. Dort wäre für gut 700 Besucher auch kaum Platz gewesen. Schon im Vorverkauf gingen um die 600 Karten über den Ladentisch.
Die Großveranstaltung der Filminsel war kombiniert mit dem Festwochenende der Gemeinde Biblis zur 1175-Jahrfeier von Biblis und Wattenheim. Zudem konnte die Filminsel auch auf die Zusammenarbeit mit Radio Hanomag bauen. Die Veranstalter waren über das komplette Kerwe-Wochenende mit Partyideen und Getränkeständen in der Riedhalle zu finden. Wobei an diesem Abend auch die Filminsel einen eigenen Stand hatte, an dem knapp zwanzig ehrenamtliche Mitarbeiter des Kinovereins mithalfen. Und hierher kamen auch unzählige Besucher, um einfach mal zu sagen: "Toll, dass ihr das auf die Beine gestellt habt." Hierüber freuten sich natürlich die Insulaner sehr.
"Ein Klasseabend, tolle Band und Musik, alle amüsieren sich, singen und feiern, das macht richtig Spaß hier", meinte Norbert Linn, der einen Tag später die Kerweredd in Biblis hielt und die Filminsel kräftig lobte.
Schon bevor die Band überhaupt auf die Bühne kam, herrschte gute Stimmung in der Riedhalle. Die Besucher versteckten sich nicht im hinteren Teil an den Stehtischen, sondern suchten sich schnell einen guten Platz vorne auf der großen Tanzfläche. Und sobald "Queen Kings" auf die Bühne kamen, gab es auch kein Halten mehr. Jeder Song von Queen war und ist noch immer ein Ohrwurm. Ob rockig oder ruhig, mal gingen die Hände in die Luft, mal klatschten alle im Rhythmus mit, Feuerzeuge leuchteten auf, und standhafte Männer lagen sich bei "Friends will be friends" in den Armen und sangen mit. Der Funke sprang über. Sänger Mirko Bäumer meinte dann auch gleich, dass Biblis "die Stadt der Städte" sei und man das Gefühl habe, von 50 000 Stimmen und Queenfreunden getragen zu werden. Die unverwechselbaren Stücke von taten das Ihrige dazu. Knapp drei Stunden lang waren die Besucher voll und ganz im Queenfieber gefangen und hätten am liebsten noch die ganze Nacht Zugaben gehabt.

19.09.2011 – Südhessen Morgen - str

http://www.morgenweb.de/region/buerstadt_biblis/20110919_mmm0000002207117.html

Vergnügliche Katastrophen

Filminsel: Markus Kavka stellt in Biblis seinen Roman „Rottenegg“ vor – Klaas Heufer-Umlauf begleitet ihn

Da kauft man sich die Eintrittskarte für die Lesung des einen und hat nach der Pause plötzlich Stars im Doppelpack auf der Kinobühne, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt: Markus Kavka kam mit Klaas Heufer-Umlauf nach Biblis. Beide starteten eine Spontanaktion, die sie beim Flug von Berlin nach Frankfurt geplant hatten: Sie gaben das Bild-Interview mit Wilson-Gonzalez Ochsenknecht zu dessen neuem Film „Habermann“ zum Besten, „weil der Papa Uwe ja ein Bibliser ist“.
Die Phrasen des Jungfilmstars mit der Intonation der beiden versierten Moderatoren führten zu brüllendem Lachen im leider nur zur Hälfte besetzten Kino. Erschüttert und mit Kopfschütteln bedachten die beiden etliche Kommentare des Ochsenknechtsprosses: „Des glaubt ma ned, was der so red“, bricht dabei auch wieder der in zahlreichen Sprachschulungen wegtrainierte bayrische Akzent von Markus Kavka durch, der ursprünglich gekommen war, seinen Roman „Rottenegg“ vorzustellen.
Eigentlich geriet der ein wenig in den Hintergrund angesichts der Einlage mit Heufer-Umlauf und der vielen Anekdoten und Zwischengeschichten, die der ehemalige MTV-Moderator einstreute. „Und nur ich habe das noch nie bemerkt“, setzte er an und erklärte, wie er mit einem amerikanischen Freund eben durch Rottenegg bei Manching fuhr, der meinte: „Wie kann man einen Ort so nennen: rotten egg, was im Englischen „verdorbenes Ei“ bedeutet.
Glasklar erkannten das daraufhin auch die Zuhörer und lachten Tränen. Verquere Dialoge des fiktiven Musikmoderators von Pop-TV, Gregor Herzl, mit seinem „bald-nicht-mehr-Chef“, der urbayrisch auf ihn einbretterte, brachte Kavka mit einer derart treffenden Mimik, Geschwindigkeit und einer Komik herüber, dass kein Auge trocken bleibt. Fazit: Es reihen sich die Katastrophen für Herzl aneinander: Job weg, Freundin weg, 40. Geburtstag und dann der absolute Absacker mit Partys, Drogen, Alkohol.
Dazu kommt die „Mama“, die für ihre Buam, Kavka hat noch einen Bruder, kämpft wie eine Löwin und mit einer gewissen dominanten Art auch haarsträubende Dinge wie den Kirchgang zum Weihnachtsfest durchsetzen kann, aber auch den Sohn in desolatem Zustand nach einem Zusammenbruch quasi zur Erholung wieder zu Hause aufnimmt.
Das hätte auch ein Spießrutenlauf werden können, denn, wie Kavka zugesteht, gibt es doch einige unverkennbare Parallelen zwischen Buch und seinem eigenen Leben.
Angefangen mit der ersten Liebe, die er verschmähte, weil sie seltsam küsste, und die jetzt an der Kasse des neuen Edeka-Marktes sitzt. Oder der Onkel, bei dem ihm während der Lesung der Originalname entfleucht, woraufhin er schnell das „Sch-Wort“ verlauten lässt und grinsend im Programm weitermacht. Sympathisch ist, dass auch er Lampenfieber und Nervosität kennt, vor allem, wenn er selbst Fan ist und dann ein Interview zum Beispiel mit Martin Lee Gore von Depeche Mode führen muss und dem Dauerredner doch einmal der Englisch-Wortschatz wegbleibt.
Peinlich? Nein authentisch und das ist gut so, meint auch das Publikum. Mit großer Detailverliebtheit und Situationskomik hat Kavka sein Buch verfasst und seinen Vortrag in Biblis in seiner bekannten offenen, herzlichen, unverblümten und fröhlichen Art gehalten.
Extrem wohlgefühlt habe er sich in Biblis: „Es fühlt sich gut an hier, es war ein großartiger Abend“, sagte Markus Kavka nach drei Stunden Lesung, vielen Fragen aus dem Publikum und einer Menge Zeit für Gespräche und Autogramme im Nachgang. „Schreibt mir alles, was ihr wissen wollt auf Facebook, ich antworte Euch allen“, versprach der Moderator und Träger des bayrischen Fernsehpreises, des Innovationspreises „Menschen bewegen Medien“ und des Grimme-Online-Awards.
Und er versicherte, dass er gerne mit seinem neuen Buch, das er im Winter schreiben will, wiederkommt.

10.09.2011 – echo online – sbi

http://www.echo-online.de/region/bergstrasse/biblis/Vergnuegliche-Katastrophen;art1238,2152945